Aronia

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Ab jetzt kann bei uns bestellt werden:

-getrocknete Beeren -Saft -Konfiture -Schoggi -Käse "Mutschli"

 

Aronia-Beeren statt Blumenfelder

 

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NIEDERHELFENSCHWIL. Die einen Landwirte setzen auf Blumenfelder, andere auf Hofläden oder Gemüse zum selber Ernten. Alois und Béatrice Schwarzentruber haben in der Aronia-Beere ihr spezielles Nischenprodukt entdeckt. Jetzt steht die erste Ernte bevor.

ANDREA HÄUSLER

 

Béatrice Schwarzentruber ist auf dem Sprung. In Davos will sie einen «ihrer» Hunde besuchen. Seit 1995 züchtet und verkauft sie belgische Schäfer, seit acht Jahren ist sie zudem als Richterin an Ausstellungen im In- und Ausland tätig. «Die Hundezucht ist reines Hobby», sagt sie, «wenn auch ein sehr zeitintensives.» Hobby ist vorderhand auch der Anbau von Aronia-Beeren auf einem Feld hinter dem Hof in Stocken. Vor drei Jahren sei sie auf die vielfältige heilende und gesundheitsfördernde Wirkung der violett-schwarzen Strauchbeeren aufmerksam geworden, habe im Internet recherchiert und sich mit den Bedürfnissen der Pflanzen und den Möglichkeiten des Anbaus befasst. Aus der Idee ist ein Projekt geworden, das bereits erste Früchte trägt: In diesen Tagen werden in Niederhelfenschwil die ersten reifen Aronia-Beeren geerntet.

 

Anbau auf 30 Aren

Bis die leicht säuerlichen, herben Beeren den erforderlichen Zuckergehalt von durchschnittlich 85 Öchslegrad hatten, war jedoch einiges an organisatorischen Mühen und insbesondere familieninterner Überzeugungsarbeit nötig. Zunächst galt es meinen Mann für die Idee, das landwirtschaftliche Leistungsangebot mit einem Nischenprodukt zu ergänzen, zu gewinnen. Trotz anfänglicher Skepsis habe er nicht nur die nötigen 30 Aren Land zur Verfügung gestellt, sondern eigens für die Pflanzung der 800 Setzlinge einen tauglichen Pflug zusammengeschweisst. Zwischenzeitlich ist auch Alois Schwarzentruber von der Beere und der Vermarktungsidee seiner Frau überzeugt. Innovative Ideen seien heute, angesichts der tiefen Milchpreise, aber auch aufgrund der neuen (Milchmengen-)Situation nach der Schliessung der Käserei Sonnenberg, wichtiger denn je, findet Alois Schwarzentruber.

 

«Buckelarbeit» auf dem Feld

Die Stauden stammen aus Polen. 800 Stück wurden vor Jahresfrist angeliefert und von Hand gepflanzt. Aus den Jungpflanzen sind mehrtriebige Büsche voller Beeren geworden. Obwohl die Pflanze anspruchslos und weitgehend schädlingsresistent sei, dürfe der Pflegeaufwand nicht unterschätzt werden, sagt Béatrice Schwarzentruber. Allein das Umzäunen des Areals habe etliche Stunden in Anspruch genommen. Und der Schutz der Pflanzen sei zwingend: «Der Fuchs mag die Beeren gern, und auch die Rehe sind diesbezüglich keine Kostverächter.»

Die Ernte erfolgt von Hand – Beere um Beere: «Buckelarbeit.» Die Schwarzentrubers rechnen mit einem Ertrag von 120 bis 140 Kilogramm. Abnehmer ist die Landi Hüttwilen, die ihrerseits Aronia Schweiz beliefert. Die 2009 gegründete Thurgauer Interessengemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Bekanntheitsgrad und den Anbau der Frucht zu erhöhen, zu fördern und zu koordinieren. Die Organisation war auch stets Ansprechpartnerin, wenn es um Fragen zum Aroniaprojekt auf dem «Stocken»-Hof ging.

 

Konfitüre und Saft

Béatrice Schwarzentruber kann die Lese kaum erwarten. «Für mich ist das Beerenprojekt die Zukunft», sagt sie nicht nur überzeugt, sondern voller Begeisterung. Deshalb sollen noch in diesem Herbst 300 Pflanzen dazukommen. Einen Teil der Aronia-Beeren will sie über die eigene Homepage und Werbung im Mitteilungsblatt der Gemeinde vertreiben. Aronia-Konfitüre schwebt ihr vor – allenfalls ein gemischtes Rezept mit einem Anteil Kirschen, ebenfalls aus eigener Ernte. Saft und getrocknete Früchte sollen das vorläufige Verkaufssortiment ergänzen. «Wir wollen erst einmal Erfahrungen sammeln», sagt sie. Je nachdem könnte sie sich vorstellen, mit Herstellern aus der Getränkebranche zusammenzuarbeiten: «Ein Bier mit Aronia-Zusatz, frisch und gesund – warum nicht?»

 

Wiler Zeitung, 4. September 2013

Ernte 2015

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Ernte 2014

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Drei strenge Tage liegen hinter uns... es war aber eine schöne Zeit mit Euch.

Ich möchte mich bei allen, die beim Pflücken der Aronia Beeren mitgeholfen haben von herzen bedanken.

Béatrice am 2. September.

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